Kameradschaftsausflug ins Kernkraftwerk
17.05.2010
THW-Helfer besichtigen Kernkraftwerk Philippsburg
Bei der Herstellung von Notstrom bei Katastrophen und Unglücksfällen kennen sich die THW-Mitglieder aus Niefern-Öschelbronn bereits aus. Um zu sehen, wo der elektrische Strom herkommt, der im Alltag „verbraucht“ wird, besichtigten die Katastrophenschützer in der Vergangenheit schon ein Kohlekraftwerk und ein Pumpspeicherkraftwerk. Vergangenen Samstag nun besuchten 35 Mitglieder des Ortsverbandes das Kernkraftwerk Philippsburg (KKP) auf der Rheinschanzinsel. In unmittelbarer Nähe hatte ein Teil der Helfer bereits die Hochwasserbekämpfung trainiert.
Die Anfahrt erfolgte mit dem Bus der THW-Bundesschule. Zunächst informierten sich die Helfer über die Funktionsweise und Konstruktionsunterschiede der beiden Reaktortypen in Philippsburg. Auch die Überwachung der Anlage und ihrer Umgebung auf austretende Radioaktivität wurde erläutert. Im Anschluss erhielten die Teilnehmer eine Führung über das Werksgelände und durch das Maschinenhaus. Dabei wurden auch die Sicherheitseinrichtungen erläutert. Im Anschluss konnten im Informationszentrum noch offene Fragen angesprochen werden. Nach derzeitigem Stand werden die beiden Kraftwerksblöcke 2012 bzw. 2018 vom Netz gehen.
Der Kameradschaftsausflug fand seinen Abschluss in der „Talschänke“ in Untergrombach, wo die Helferinnen und Helfer den Tag gemütlich ausklingen ließen. Nun ist klar, woher im Normalfall ein großer Teil des elektrischen Stromes kommt.
Text: Markus Mürle




